Was GEO ist und was es nicht ist
GEO steht für Generative Engine Optimization. Gemeint ist alles, was deine Website und deine Firmendaten für KI-Assistenten verständlich macht. Dazu gehören ChatGPT, Perplexity, Gemini, Copilot und die KI-Übersichten in der Google-Suche (Google AI Overviews). Diese Dienste beantworten Fragen in ganzen Sätzen und nennen dabei oft Betriebe und Quellen.
GEO baut auf SEO auf, also auf der Suchmaschinenoptimierung. Viele Hebel sind dieselben: eine technisch saubere Website, klare Inhalte und korrekte Firmendaten. Neu ist vor allem, dass die Antwort nicht mehr aus einer langen Trefferliste besteht. Der Assistent fasst zusammen und nennt nur wenige Quellen.
Was GEO nicht ist: ein Trick, mit dem du dir einen Platz in einer KI-Antwort sicherst. Die Anbieter legen nicht offen, wie sie Quellen auswählen. Wer dir eine Nennung in ChatGPT garantiert, verspricht etwas, das er nicht in der Hand hat.
Wie ChatGPT an seine Quellen kommt
ChatGPT kann im Web suchen und verlinkt dann seine Quellen. OpenAI betreibt dafür mehrere Crawler. Ein Crawler ist ein Programm, das Websites automatisch abruft. Laut OpenAI haben sie unterschiedliche Aufgaben:
| Crawler | Wofür OpenAI ihn nutzt | Was du tun solltest |
|---|---|---|
| OAI-SearchBot | Websites in der Suche von ChatGPT anzeigen | erlauben, wenn du in ChatGPT-Antworten vorkommen willst |
| GPTBot | Inhalte für das Training künftiger KI-Modelle sammeln | deine Entscheidung, sie hat mit der Suche nichts zu tun |
| ChatGPT-User | Seiten abrufen, wenn eine Person in ChatGPT danach fragt | nichts, dieser Abruf geht von einer Person aus |
Entscheidend ist die erste Zeile. OpenAI schreibt, dass Websites, die OAI-SearchBot aussperren, nicht in den Suchantworten von ChatGPT erscheinen. Als einfacher Link zur Navigation können sie laut OpenAI trotzdem auftauchen. Gesteuert wird das über die robots.txt. Das ist eine Textdatei im Hauptverzeichnis deiner Website, die Crawlern sagt, was sie abrufen dürfen. Nach einer Änderung dauert es laut OpenAI rund 24 Stunden, bis die Systeme sie berücksichtigen.
Neben dem eigenen Crawler nutzt ChatGPT auch Suchanbieter von Drittfirmen. Laut einem Bericht von TechTarget aus dem Dezember 2024 gehört Microsoft Bing dazu. Wie stark welche Quelle heute gewichtet wird, legt OpenAI nicht offen. Es lohnt sich deshalb, auch bei Bing sauber erfasst zu sein. Melde deine Website dafür in den Bing Webmaster Tools an und hinterlege deine Sitemap. Über das Protokoll IndexNow informierst du Bing und einige andere Suchmaschinen außerdem sofort über neue oder geänderte Seiten.
Google AI Overviews: die normalen Regeln gelten
Bei Google ist die Lage klarer. In seiner Dokumentation für Website-Betreiber schreibt Google, dass es für die KI-Übersichten und den KI-Modus keine zusätzlichen Anforderungen gibt. Du brauchst keine neuen maschinenlesbaren Dateien, keine KI-Textdateien und kein spezielles Schema-Markup. Als verlinkte Quelle kommt eine Seite infrage, wenn sie indexiert ist und in der Google-Suche mit einem Textauszug erscheinen darf.
Google nennt dieselben Grundlagen wie für die normale Suche: Crawling in der robots.txt erlauben, interne Links setzen, eine gute Nutzererfahrung bieten, wichtige Inhalte als Text bereitstellen und die Angaben im Unternehmensprofil aktuell halten. Wer bei Google sauber aufgestellt ist, hat für die KI-Übersichten also schon das Wichtigste getan.
Ein Hinweis zur robots.txt: Die Angabe Google-Extended steuert laut Google, ob deine Inhalte für das Training und die Antworten von Gemini-Modellen genutzt werden. Auf die Aufnahme in die Google-Suche und auf das Ranking dort hat sie keinen Einfluss.
Gleiche Firmendaten überall
KI-Assistenten setzen ihr Bild von deinem Betrieb aus vielen Quellen zusammen: deiner Website, deinem Google-Unternehmensprofil, Branchenverzeichnissen und Bewertungsportalen. Widersprechen sich diese Angaben, wird es für jede Maschine schwerer, sie richtig zuzuordnen.
Deshalb ist NAP so wichtig. NAP steht für Name, Address, Phone, also Firmenname, Adresse und Telefonnummer. Diese Angaben sollten überall exakt gleich geschrieben sein. Aus „Straße“ wird nicht an einer Stelle „Str.“ und aus der Festnetznummer nicht an anderer Stelle eine alte Mobilnummer.
Für die lokale Suche schreibt Google selbst, dass Unternehmen mit vollständigen und korrekten Informationen eher angezeigt werden. Google bewertet lokale Ergebnisse vor allem nach Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Vollständige Angaben helfen bei der Relevanz.
So gehst du vor:
- Lege eine verbindliche Schreibweise für Name, Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten fest.
- Prüfe dein Google-Unternehmensprofil und passe es an.
- Gleiche weitere Profile an, zum Beispiel Bing Places, Apple Business Connect, Branchenverzeichnisse und Social-Media-Profile.
- Korrigiere alte Einträge mit veralteter Adresse oder Nummer.
- Schreib eine Kurzbeschreibung deines Betriebs in einem Satz und nutze sie überall gleich.
Echte Bewertungen sammeln
Bewertungen zeigen Menschen und Maschinen, wie bekannt und beliebt ein Betrieb ist. Google schreibt in seiner Hilfe zum lokalen Ranking: Je mehr Rezensionen und positive Bewertungen ein Unternehmen erhält, desto besser kann das Ranking ausfallen.
Dabei gelten klare Regeln. Du darfst Kunden bitten, eine Rezension zu schreiben, etwa über einen Link oder einen QR-Code. Anreize wie Rabatte oder kostenlose Leistungen als Gegenleistung verbietet Google ausdrücklich. Rezensionen müssen auf echten Erfahrungen beruhen. Gekaufte oder erfundene Bewertungen sind also tabu.
Ein einfacher Ablauf: Nach jedem abgeschlossenen Auftrag schickst du einen kurzen Dank mit dem Link zu deinem Profil. Auf Bewertungen antwortest du sachlich und freundlich, auch auf kritische.
Inhalte, die eine KI zitieren kann
KI-Assistenten suchen Antworten auf konkrete Fragen. Eine Website, die diese Fragen direkt beantwortet, ist leichter zu verwerten als eine, die nur Schlagworte aneinanderreiht. Das hilft auch deinen Besuchern.
- Antwort zuerst. Beginne jede wichtige Seite mit zwei bis drei Sätzen, die die Hauptfrage direkt beantworten.
- Konkrete Angaben. Nenne Leistungen, Einsatzgebiet, Preisrahmen und Ablauf. Formulierungen wie „individuelle Lösungen“ sagen niemandem etwas.
- Fragen und Antworten. Sammle echte Kundenfragen und beantworte sie sichtbar auf der Seite.
- Text statt Bild. Öffnungszeiten oder Preise als Bild sind für Maschinen schwer lesbar. Google empfiehlt ausdrücklich, wichtige Inhalte als Text bereitzustellen.
- Strukturierte Daten. Sie beschreiben Name, Adresse und Leistungen zusätzlich in maschinenlesbarer Form. Was sie leisten und was nicht, liest du im Ratgeber llms.txt, strukturierte Daten und Co..
- Fertiges HTML. Liegt dein Inhalt als fertiges HTML vor, muss kein Crawler erst Skripte ausführen, um ihn zu lesen.
Deine Checkliste in sieben Schritten
- Prüfe deine robots.txt: Sind OAI-SearchBot, Googlebot und Bingbot erlaubt?
- Prüfe in der Google Search Console, ob deine wichtigsten Seiten indexiert sind.
- Melde deine Website in den Bing Webmaster Tools an.
- Vereinheitliche Name, Adresse und Telefonnummer auf deiner Website und in allen Profilen.
- Überarbeite Startseite und Leistungsseiten nach dem Prinzip „Antwort zuerst“.
- Bitte nach jedem Auftrag um eine Bewertung.
- Frag ChatGPT, Perplexity und Google regelmäßig nach deiner Leistung in deinem Ort und notiere, wer genannt wird.
Zu Schritt 7: KI-Antworten können sich von Anfrage zu Anfrage unterscheiden. Ein einzelner Test sagt deshalb wenig. Stell dieselben Fragen über einige Wochen hinweg und achte auf die Tendenz. Frag außerdem neue Kunden, wie sie dich gefunden haben. Ihre Antworten sind oft ein guter Hinweis darauf, welche Kanäle wirken.
Wie ZEHO Webvision dabei hilft
Jede Website von ZEHO Webvision liegt als fertiges HTML vor, hat strukturierte Daten und lässt Such- und KI-Crawler zu. Was genau dazugehört, steht unter Sichtbarkeit in ChatGPT. Wie deine bestehende Seite dasteht, zeigt dir der Website-Check.